Der Kommissar aus Münster

«Heinrich, dieser Idiot! Ich bringe ihn um! Ich schwöre es! Diesmal bringe ich ihn höchstpersönlich um!»

-Otto Weber-

 

Die Geschichte der Menschheit erscheint mir manchmal bunt und manchmal schwarzweiß. Je nachdem, aus welchem Blickwinkel ich auf sie schaue. War das Mittelalter wirklich so finster, das 19. Jahrhundert tatsächlich so aufgeklärt? Wie haben die Menschen in früheren Zeiten gelebt, gedacht, gefühlt? Auf der Reise in die Vergangenheit tauche ich gerne ein in diese fremden Welten und im nächsten Augenblick erscheinen sie mir vertraut. Bei jeder Figur die ich erschaffe, bei jeder historischen Person von der ich erzähle, lerne ich ein wenig vom Leben aus längst vergangenen Zeiten und dadurch auch ein bisschen über das Leben von heute. Ich bin immer wieder auf der Suche nach Geschichten, von denen das Leben wohl die Besten schreibt.

Wenn ich schreibe, versinke ich in den Geschichten. Ich lebe mit meinen Figuren, sehe sie vor mir, kann sie fühlen und leide oft mit ihnen. Bevor ich damit begann zu schreiben, habe ich Äußerungen anderer Autoren über ihre Symbiose mit den Protagonisten für übertrieben gehalten. Doch heute weiß ich, dass Figuren ihr eigenes Leben entwickeln können. Dass sich Abläufe ändern, weil Unvorhergesehenes in den Geschichten geschieht. Geheimnisvolles, Magisches und Abenteuerliches, Gefährliches, Historisches oder Mystisches, alles kann in meinen Romanen und Kurzgeschichten passieren.